
Römerkastell Saalburg
Archäologischer Park
Saalburg 1
61350 Bad Homburg
Tel.: 06175-9374-0
Fax: 06175-9374-11
info(at)saalburgmuseum.de
UNESCO-Welterbe
Zwischen den Flüssen Rhein und Donau erstreckt sich über rund 550 km diagonal durch Süd- und Südwestdeutschland der Limes, die ehemalige Grenze des Römischen Reiches. Sie trennte die römischen Provinzen Obergermanien und Raetien von dem germanischen Siedlungsraum. Die Reste der Sperr- und Überwachungsanlagen befinden sich in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz.
Der Obergermanisch-Raetische Limes stellte vom Ende des 1. Jahrhunderts bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts die Grenze des Römischen Reiches zu den germanischen Stammesgebieten dar. Von Rheinbrohl am Rhein bis Eining an der Donau führte er durch die heutigen Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Zirka 120 größere und kleinere Kastelle dienten der Bewachung der 550 km langen Grenzanlage. Sie sollte verhindern, dass unkontrolliert Personen die Grenze passierten und Waren ein- und ausgeführt wurden.
Im Zuge der Vorbreitungen für den Antrag, den Limes in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufzunehmen, hat es in den Jahren 1999 bis 2003 zum ersten Mal seit hundert Jahren wieder eine systematische Bestandsaufnahme des gesamten obergermanisch-Raetischen Limes gegeben. Als einziges wieder aufgebautes Limeskastell vermittelt die Saalburg in Bad Homburg nahe Frankfurt ein anschauliches und lebendiges Bild von der Geschichte, Kultur und Lebensart in römischer Zeit.
Die Überreste der Grenzanlage bilden heute das größte Bodendenkmal Europas .
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Ursprünglich bedeutete das Wort Limes (limes, itis m.) eine Bahn oder einen Weg, der etwas durchquert - gebahnter Weg, breite offene Bahn. Einen Feldweg bezeichnete das Wort limes in der römischen Landwirtschaft, insbesondere einen Weg, der die Besitzgrenze zwischen zwei Grundstücken bildete. Vorläufer des späteren Limes waren im militärischen Bereich Grenzwege oder Waldschneisen, die von römischem Gebiet aus in das Feindesland, besonders in Wald- und Gebirgsgegenden, vorangetrieben wurden und zur besseren Überwachung der Grenze dienten.
Erst Domitian (81 - 96 n. Chr.) fasste den Plan zu einer zusammenhängenden Grenzbefestigung. Der nördliche "obergermanische Limes" führte bei Bad Ems über die Lahn, am Taunus entlang nach Nordosten, umfaßte die Wetterau, bog dann nach Süden bis Seligenstadt am Main. Dann bildete der Main bis Miltenberg die natürliche Grenze. Von dort verlief der obergermanische Limes in gerader Linie nach Lorch, um im Rotenbachtal bei Kleindeinbach zu enden. Besonders eindrucksvoll ist der etwa 80 km lange, schnurgerade Abschnitt von Walldürn bis zum Haghof südlich von Welzheim
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