
Die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, hat den Maria Sibylla Merian-Preis 2009 ausgelobt. Der nach der aus Frankfurt stammenden bekannten Kupferstecherin und Naturforscherin Maria Sibylla Merian benannte Preis wird in diesem Jahr zum zehnten Mal vergeben. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro dotiert. Bewerben können sich hessische Künstlerinnen bis zum 25. Oktober 09.
Mit dem Maria Sibylla Merian-Preis werden in Hessen geborene oder hier arbeitende Künstlerinnen ausgezeichnet, die durch die künstlerische Qualität ihrer Werke überzeugen und einen besonderen Beitrag zur Entwicklung von Kunst und Kultur leisten. Der Preis dient der Würdigung und Unterstützung der Künstlerin und ihrer Arbeit. „Ich freue mich, mit diesem hoch dotierten Preis das herausragende Werk einer hessischen Künstlerin auszuzeichnen und hoffe, dass der Preis auch Anreiz bietet, in Hessen künstlerisch tätig zu sein“, sagte Staatsministerin Kühne-Hörmann.
Der Jury gehören in diesem Jahr an: Dr. Jutta Schütt (Städel Museum), Dr. Marianne Heinz (Museumslandschaft Hessen Kassel), Tamara Grcic (Maria Sibylla Merian – Preisträgerin 2000), Dr. Ralf Beil (Institut Mathildenhöhe, Darmstadt) und Rein Wolfs (Kunsthalle Fridericianum, Kassel). Um den Bewerberinnenkreis zu erweitern, ist in diesem Jahr erstmals ein Kreis von Multiplikatoren berufen worden, der gezielt Künstlerinnen auffordern wird, sich zu bewerben. Diesem Kreis gehören an: Dr. Klaus Pohl (Landesmuseum Darmstadt), Heike Sutter (ECB, Frankfurt), Corinna Bimboese (Atelier Frankfurt) und Dr. Harald Kimpel (Kassel). Selbstverständlich können sich auch Künstlerinnen bewerben, ohne zuvor aufgefordert worden zu sein.
Die Bewerbungen sind bis zum 25. Oktober 2009 an das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Referat IV 4, Rheinstraße 23-25, 65185 Wiesbaden, zu richten. Einzureichen sind neben einem Lebenslauf eine Beschreibung der künstlerischen Tätigkeit sowie dokumentierende Material (bitte keine Originale).
Der Maria Sibylla Merian-Preis wurde 1994 erstmals vergeben und ist mit 15.000 EURO dotiert. Er richtet sich an Bildende Künstlerinnen, die durch die künstlerische Qualität ihrer Arbeit überzeugen und einen besonderen Beitrag zur Entwicklung von Kunst und Kultur in Hessen geleistet haben.
Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben und kann geteilt werden. Eine Jury wählt die Preisträgerin oder Preisträgerinnen aus.
Der Preis ist nach der bekannten Naturforscherin und Künstlerin Maria Sibylla Merian benannt. Diese wurde 1647 in Frankfurt/Main geboren und starb 1717 in Amsterdam. Ihr Lebenswerk ist das ausdrucksvolle Zeugnis eines einzigartigen und autonomen Frauenlebens an der Wende zum 18. Jahrhundert. Ihre kunstvollen und auf präziser Beobachtung beruhenden Kupferstiche, Zeichnungen und Aquarelle riefen schon bei ihren Zeitgenossen Bewunderung hervor.
| 2007 | Nathalie Grenzhaeuser und Silke Wagner |
| 2004 | Mara Eggert und Bea Emsbach |
| 2002 | Ayse Erkmen |
| 2001 | Lucie Beppler und Haegue Yang |
| 2000 | Tamara Grcic |
| 1999 | Inge Rambow und Annegret Soltau |
| 1997 | Barbara Klemm und Nicole van den Plas |
| 1996 | Marta Hoepffner und Gabriele Muschel |
| 1995 | Dorothee von Windheim, Ehrenpreis an: Christa von Schnitzler |
| 1994 | Abisag Tüllmann und Irene Peschick |
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