
documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs-GmbH
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Die documenta gilt als eine der bedeutendsten und weltweit am meisten beachteten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Ins Leben gerufen wurde sie 1955 von dem Künstler und Kunsterzieher Arnold Bode in Kassel. Nach den Jahren der nationalsozialistischen Diktatur sollte sie die deutsche Öffentlichkeit mit der internationalen Moderne und mit der eigenen gescheiterten Aufklärung konfrontieren und versöhnen. Niemand hätte damals gedacht, dass die Ausstellung, oft als „Museum der 100 Tage“ bezeichnet, zu einem beispiellosen Erfolg werden sollte – und doch findet im Sommer 2012 die dreizehnte documenta statt.
Eine Übersicht über die vergangenen „Museen der 100 Tage“ bietet die documenta an dieser Stelle an .
Der singuläre Charakter hat sich erhalten: Es wird alle fünf Jahre eine neue Künstlerische Leiterin oder ein neuer Künstlerischer Leiter bestimmt und die Ausstellung gleichsam neu erfunden. Unter stets wechselnder Regie, und im ebenso gemächlichen wie unerbittlichen Rhythmus von fünf Jahren, ist die documenta zu einem weltweit verbindlichen Seismografen der zeitgenössischen Kunst avanciert: Bei der documenta zeigt sich, ob es der Kunst gelingt, die Welt in Bilder zu fassen und ob diese Bilder für ihr Publikum Gültigkeit haben. Ein Konzept, das sich bewährt. Bei der documenta 12 wurden über 750.000 Besucherinnen und Besucher gezählt.
Die große Materialfülle, die im Umfeld dieses heute alle fünf Jahre stattfindenden Ausstellungsereignisses zusammenkommt, inspirierten den documenta-Gründer Arnold Bode bereits 1961 auch zur Idee eines eigenen documenta Archivs in Kassel. Den Sammlungskern bilden die Akten und Materialien der documenta-Organisation. Außerdem beherbergt das documenta Archiv eine der bedeutendsten Spezialbibliotheken Deutschlands für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Ein stetig wachsendes Medienarchiv ergänzt den vielfältigen Sammlungsbestand, der auch den Arnold Bode- und Harry Kramer-Nachlass umfasst.
Dem Besucher steht mit dem documenta Archiv eine moderne und materialreiche Forschungseinrichtung zur Verfügung, in der er in ruhiger Arbeitsatmosphäre und mit der kompetenten Unterstützung durch die langjährigen MitarbeiterInnen in den historischen Originalquellen ebenso recherchieren kann wie in jüngsten Publikationen.
Bernd Leifeld, Geschäftsführer der documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs-GmbH, teilte am 3.12.2008 mit, dass der Aufsichtsrat der Gesellschaft einstimmig Carolyn Christov-Bakargiev zur Leiterin der Weltkunstausstellung documenta 13 gewählt hat, die vom 09. Juni bis 16. September 2012 in Kassel stattfinden wird. Er folgte damit der Empfehlung einer internationalen Findungskommission.
Carolyn Christov-Bakargiev arbeitet als Kuratorin und Autorin in Rom, Turin und New York. Derzeit ist sie Hauptkuratorin des Castello di Rivoli Museum of Contemporary Art in Turin. Sie war Künstlerische Leiterin der 16. Sydney Biennale (2008). Von 1999 bis 2001 war sie Senior Kuratorin von Ausstellungen des P.S.1 Contemporary Art Center – einer MoMA „Tochter“. Zuvor organisierte sie Ausstellungen als selbstständige Kuratorin in verschiedenen Ländern.
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