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Raritäten aus den Anfängen des Films

24. März, Dresdner Bank, Raum für Kultur, Frankfurt

In der Reihe »Kino kurios«, mit einer kurzen Einführung in die FilmgeschichteIn Kooperation mit dem Deutschen Filmmuseum

Fischinger

Das Programm gewährt unterhaltsame und faszinierende Einblicke in die spektakuläre Trickfilmkunst und zeigt Grotesken der frühen Filmpioniere sowie Werke eines der wichtigsten deutschen Avantgardisten Oscar Fischinger.
Oskar Fischinger war ein Filmemacher und Pionier des abstrakten Films. Er arbeitete auch als Spezialist für Trickeffekte. Nach einer Lehre als Orgelbauer arbeitete Fischinger als Maschinenbautechniker in Frankfurt am Main. 1922 erlangte er einen Abschluss als Ingenieur. Unter dem Einfluss von Walther Ruttmanns Opus I wandte Fischinger sich dem abstrakten Film zu. Er entwickelte eine Wachsschneidemaschine, mit deren Hilfe er organisch-fließende Bildsequenzen erstellte. In Werbespots für Muratti (1934/35) sind die Protagonisten zur Ballett-Musik marschierende Zigaretten. 1936 siedelte Fischinger nach Hollywood über, wo er später für Walt Disney bei Fantasia mitarbeitete. Von Fischinger stammen die Entwürfe für Toccata und Fuge in D-Moll (1939). Die Arbeiten Fischingers und die seiner avantgardistischen Kollegen (Walter Ruttmann, Hans Richter, Viking Eggeling u.a.) sind die Vorläufer des modernen Videoclips und haben viele Stilmittel der MTV-Ästhetik vorweg genommen.
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