Leseförderung

Kontakte:

Geschäftsstelle Hessische Leseförderung
Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt
Tel. 069 – 24 44 99 41
Fax 069 – 24 44 99 39
lesefoerderung(at)hlfm.de

Ansprechpartner:
Klaus Schwerberger (ehrenamtlicher Projektleiter),
Tel: 0160 – 966 809 42
Werner Söllner (Leiter der Geschäftsstelle)
Ella Carina Werner (Assistenz)
Hessische Lesförderung

Phantastische Bibliothek Wetzlar

Turmstraße 20, 35578 Wetzlar

Tel.: 06441 - 4001-0

Fax: 06441 - 4001-19

mail(at)phantastik.eu
Phantastischen Bibliothek Wetzlar

Leseförderung in Hessen

Leseförderung ist eine wichtige Aufgabe. Ihr widmen sich zentrale wie auch landesweite Institutionen – und natürlich zahlreiche private Initiativen. Bundesweit angesiedelt ist die Stiftung Lesen in Mainz, die lange Jahre vom früheren Frankfurter Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann geleitet wurde. In seinem Stifterrat ist auch das Land Hessen vertreten. Zusammen mit der Stiftung Lesen wurden von der Hessischen Landesbibliothek Wiesbaden im Jahre 2006 zum Beispiel auch „Lesescouts“ ausgebildet: Schüler, die anderen Schülern vorlesen.

Lesekids

Auch die Initiative Lesen in Deutschland bemüht sich wie viele andere darum, das Buch in Anbetracht der großen Konkurrenz durch Fernsehen und Internet weiterhin attraktiv für die nachwachsenden Generationen zu halten.

Auch in Hessen findet Leseförderung in vielfältiger Form statt. Die Hessische Leseförderung, deren Geschäftsstelle seit dem Jahre 2004 ihren Sitz im Hessischen Literaturforum im Mousonturm e.V. hat, ist eine Einrichtung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Ihr Ziel ist es, vor allem bei jungen Lesern die Freude am Lesen zu wecken und zu fördern: Eingefleischte Leseratten erhalten Unterstützung, Lesemuffel, die nie oder selten ein Buch in die Hand nehmen, werden zum Lesen motiviert. Gemeinsam mit öffentlichen Bibliotheken, Schulen und anderen Einrichtungen erarbeiten und fördert die Hessische Leseförderung Konzepte, um neue Leserschichten zu gewinnen, Sprachbarrieren zu überwinden und bei Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen die Freude am Lesen zu steigern. Dazu gehören Projekte wie "Das gespielte Buch" sowie zahlreiche Einzelprojekte.

Öffentliche Bibliotheken, die sich an den Projekten beteiligen wollen oder eigene Leseprojekte konzipiert haben, können Förderanträge bei der Geschäftstelle einreichen. Gefördert werden Projekte, die gezielt zur Förderung von Lesefähigkeit, Lesekompetenz und Kreativität bei der Umsetzung von Texten dienen - unabhängig davon, ob es sich um haupt-, neben- oder ehrenamtlich geleitete Institutionen handelt.

Der Hessische Leseförderpreis und „Das gespielte Buch“

Mit besonders gelungenen Projekten können sich öffentliche Bibliotheken für den mit insgesamt 9.500 Euro dotierten Hessischen Leseförderpreis bewerben, aufgeteilt in die Kategorien haupt- und ehrenamtliche Bibliotheken. Gefragt sind außergewöhnliche Projekte, die über die allgemeine Bibliotheksarbeit hinausgehen und vor allem Kinder und Jugendliche in besonderer Weise in Leseaktionen einbinden. Einsendeschluss ist in jedem Jahr der 31. August. Als Bewerbungsunterlagen sind eine ausführliche Beschreibung sowie eine Dokumentation des realisierten Projekts (Bild, Video, Presseausschnitte) vorzulegen. Eine unabhängige, fachkundige Jury wird über die eingereichten Wettbewerbsbeiträge entscheiden.

Ein weiteres umfangreiches Projekt ist „Das gespielte Buch“, das seit 2004/2005 in Zusammenarbeit mit zahlreichen hessischen Bibliotheken durchgeführt wird, welche wiederum eng mit den jeweils ortsansässigen Schulen kooperieren. Aufgabe ist es, dass die 3. und 4. Klassen der beteiligten Schulen bis zu acht Kinderbücher lesen und einen literarischen Fragebogen hierzu beantworten. Den Abschluss des Projektes bildet eine Aufführung des Freien Theaterhauses Frankfurt, dessen Ensemble eine Collage mit Motiven und Handlungssträngen dieser Kinderbücher als Theaterstück auf die Bühne bringt. Das Ende der Theatercollage wird offen gehalten, sodass die Kinder im Rahmen eines Schreibwettbewerbs aufgefordert sind, einen eigenen Schluss zu verfassen.

Über den Hessischen Leseförderpreis und über die vom Land Hessen bereitgestellten Mittel der Leseförderung, die die Geschäftstelle verwaltet, können sich Bibliothekare und Lehrer, Erzieher, engagierte Eltern und Politiker genauere Auskünfte einholen bei der Geschäftsstelle der Hessischen Leseförderung .

Um Leseförderung mit Urlaubsspaß zu verbinden ist 2006 ein Pilotprojekt entstanden: „Lesespaß im Urlaub“ wurde mit der Ferienregion Reinhardswald und der Stadtbücherei Hofgeismar gestartet. Hierbei werden in den teilnehmenden Beherbergungsbetrieben für die Feriengäste Bücherkisten mit aktueller Literatur deponiert, die Feriengäste können sich die Bücher ausleihen und hinterher durch einen ausgefüllten Fragebogen an einer Verlosung teilnehmen. Bei Erfolg soll diese Aktion auf andere
Ferienregionen ausgedehnt werden.

Logo Phantastik

In all diesen Feldern werden Fortbildungsveranstaltungen für Lehrer und Referendare in halbjährlich wechselnden Programmen angeboten.“ (Zentrum für Literatur).
Auch die Leseförderung in Kindergärten ist seit 2002 Programm. In einem von der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände initiierten Projekt werden Kindergärten in Mittelhessen Bücherkisten für den Aufbau von Kindergartenbibliotheken vermittelt, Fortbildungsseminare für Erzieherinnen angeboten und Beratungsleistungen für Kindergärten im Bereich Leseförderung erbracht.

Bilder: luxuz::.@photocase , Die Vorlesekids in Lauterbach



In Kooperation mit kulturkurier.de .
© 2010 Kulturportal Hessen. Rechtliche Hinweise

.