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Anne Bärenz

Im August 2010 jährt sich der 5. Todestag der Frankfurter Musikerin Anne Bärenz . Sie war gerade erst 54 Jahre alt und stand mitten im künstlerischen Leben, das sie vor allem mit ihrem Partner, dem Cellisten Frank Wolff, zunächst im „Frankfurter Kurorchester“ und dann ab 2002 im "Frankfurter Schulorchester". Sie hatte eine Stimme, als sei Janis Joplin wieder auferstanden. Aber sie verstand sich auch auf die leisen Töne.

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Auf dem Klavier spielte Anne Bärenz die Lieder von Robert Schumann ebenso wie die Songs von Tom Waits. Mit diesen Talenten ausgestattet, gründete Anne Bärenz 1981 gemeinsam mit Frank Wolff das Frankfurter Kurorchester, und aus der musikalischen Liebe zu dem Cellisten wurde auch eine persönliche.

Eine gute Kobination, jedenfalls in ihrem Fall, fand Anne Bärenz: "Das ist dann gut, wenn man verschiedene Dinge macht," sagte sie, "wenn man wie der Frank Cello spielt und wie ich Klavier spiele. Wenn wir zwei Pianisten wären, wäre es vielleicht nicht so gut."

Und selbst auf der Bühne war die Liebe immer dabei. Frank Wolff und Anne Bärenz blieben die Frontfiguren des "Frankfurter Kurorchesters, auch als sich das Ensemble 2002 in "Frankfurter Schulorchester" umbenannte. Gewechselt haben immer nur die Musiker, die mit ihnen zusammen gespielt haben, so wie Sängerin Sabine Fischmann, die Anne Bärenz so beschreibt:

"Zur Anne fällt mir ein, in allererster Linie natürlich Klavier und Singen, vor allem Singen, einerseits wirklich mit einem ganz feinem und fast kindlichem Charme. Das ist total anrührend, wie sie zum Beispiel auf der 'Attacka'-Platte bei der Bambusbärin singt. Und andererseits eine richtige Rockröhre, solche 'Cry-Baby'-Nummern, das fällt mir ein. Dann fällt mir natürlich Fußball ein - also Samstag ist bei Anne Sport- und Fußballtag, da geht nichts, außer es gibt einen Auftritt ."

Anne Bärenz wurde am 26. Oktober 1950 in Hainstadt bei Seligenstadt geboren. Mit fünf Jahren entdeckte sie für sich das Klavier, mit sieben bekam sie den ersten Unterricht. Später studierte sie das Instrument an der Frankfurter Musikhochschule. Doch Klavierlehrerin wollte die studierte Schulmusikerin nicht werden. Sie wollte selbst mit ihrer Musik auf die Bühne, experimentieren, Stile überschreiten, nicht Zusammengehöriges zusammenfügen. Doch mit Cross-over sollte das alles nichts zu tun haben, da war Anne Bärenz entschieden:

"Wir versuchen eben schon, eine Verdichtung von Musik herzustellen, indem wir diese Art Collagen machen. Also das ist vielleicht der Unterschied zu diesem x-beliebigen Cross-over, was eigentlich jeder macht heute."

Quelle: hr-online



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