Batschkapp

Portrait des Monats

Kulturzentrum Batschkapp

Das 1976 gegründete Kulturzentrum Batschkapp versteht sich als Rockclub, der sich insbesondere der Präsentation alternative Musik widmet – und ursprünglich wurde, um eine „autonome und linke Gegenkultur“ zu etablieren. Höhen und Tiefen begleiteten gerade wegen des politischen Anspruchs den Szenetreff. Andererseits bildete dieser geschichtliche Hintergrund auch eine Basis für intensive Kontakte zwischen Menschen, die heute in allen Bereichen der Politik und Öffentlichkeit zu finden sind. Aufgrund ihrer langen Geschichte und ihrer Bedeutung als Konzerthalle für bekannte Bands gehört die Batschkapp zu den wichtigsten Clubs in Frankfurt.

Das Outfit des „Kulturzentrums“ scheint seit den 70er Jahren keine wesentlichen Neuerungen mitgemacht zu haben, obwohl es natürlich viele bauliche Veränderungen gab; abgesehen vom Äusseren welches vor Kurzem durch den bekannten Szenesprayer BOMBER ziemlich spektakulär besprüht wurde, ist die Einrichtung der Batschkapp eher pragmatisch!

Seit vielen Jahren schon hat sich der Frankfurter Treff in einer über das Studentenmilieu hinausgehenden Szene etabliert und ist bundesweit bekannt durch sein herausragendes Veranstaltungsangebot. Zahlreiche Bands, die heute die grössten Hallen ausverkaufen, haben in der Batschkapp ihre Karriere begonnen und spielen auch heute noch gerne Clubkonzerte in „Ihrer Kapp“. Hier standen u.a. schon die Fantastischen Vier und Robbie Williams auf der Bühne. So ist es gelungen, über Jahrzehnte die Spannung für die sich wandelnde Zielgruppe aufrecht zu erhalten. Auf dem Programm stehen Live Shows verschiedenster Musikrichtungen. Von Gitarrenpop über Dark Wave bis hin zu Heavy Metal reicht das Angebot, gespielt von Newcomern oder bekannten Namen.

Zeitgeistiges aus de Literatur kann auch einmal vorkommen, während das ausgehintensive Wochenende den Parties vorbehalten ist: immer auf der Suche nach den neuesten Trends bleibt man modern – ohne Alternative den bekannten IDIOT BALLROOM oder einen Streifzug durch die letzten 100 Jahre populärer Klänge zu vergessen.

Aus dem autonomen Kulturzentrum der Anfangsjahre ist längst ein professioneller Dienstleistungsbetrieb geworden, der sich der Eventkultur nicht verschließt und größere Hallenkonzerte außerhalb des traditionsreichen Clubs veranstaltet. Offen geblieben ist man dabei gegenüber Newcomern, neuen Trends und musikalischen Experimenten. Das ist sicherlich einer der Hauptgründe, weshalb sich eine Szenegeneration nach der anderen zur Batschkapp hingezogen fühlt.

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