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Der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Detering ist neuer Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Der 51-Jährige wurde auf der Herbsttagung bei der Mitgliederversammlung gewählt. Der Professor für neuere deutsche Literatur gehört zu den einflussreichsten Wissenschaftlern.
Detering war bisher einer der Vizepräsidenten der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der er seit 1997 angehört - von 2008 bis 2011 war er Vizepräsident. Er tritt die Nachfolge von Klaus Reichert an, der sich nach neun Jahren Amtszeit nicht mehr zur Wahl stelle.
Detering unterhält zahlreiche Mitgliedschaften, wie etwa bei der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, der Königlich Dänischen Akademie der Wissenschaften sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. Darüber hinaus gehört er zeitweise auch einer Reihe von Jurys an, so u. a. für den Kleist-Preis, den Thomas-Mann-Preis, den Georg-Büchner-Preis, den Mörike-Preis und den Hans-Fallada-Preis. Er ist Präsident der Theodor-Storm-Gesellschaft und Vizepräsident der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft Sitz Lübeck e.V. .
Der 1. November 1959 in Neumünster geborene Essayist und Lyriker hat seit 2005 den Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen inne. Die Vielschichtigkeit seiner Beschäftigung mit Literatur zeigt sich unter anderem auch in seiner Liste an Veröffentlichungen über Bob Dylan, Brecht, Nietzsche oder auch Hans Christian Andersen. Derzeit arbeitet er an einem Buch über Thomas Mann und die Religion, einer Studie über Elvis Presley und die amerikanische Popularkultur und einem neuen Gedichtband.
2009 verlieh ihm die Deutsche Forschungsgemeinschaft den Leibniz-Preis, den wichtigsten deutschen Wissenschaftspreis. Die Alexander von Humboldt-Stiftung verlieh ihm im April 2011 „in Anerkennung seiner besonderen Verdienste in der Förderung der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit“ die Werner Heisenberg-Medaille.