»Glauberg-Forschungen« werden veröffentlicht

Mit den Verflechtungen von Archäologie und Politik am Beispiel der Ausgrabungen der dreißiger und vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts hatte sich im Herbst 2008 eine internationale Tagung der „hessenArchäologie“ befasst. Staatsministerin Kühne-Hörmann jetzt stellte den Tagungsband vor.

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Die Ergebnisse sind jetzt auf mehr als 300 Seiten im ersten Band der „Glauberg-Forschungen“ dokumentiert, den die Ministerin und der Landesarchäologe Prof. Dr. Egon Schallmayer am 16. Juni 2011 im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) in Wiesbaden vorgestellt haben.

„Die sorgfältige Betrachtung auch der Forschungsgeschichte ist geboten, weil der Glauberg heute zu den bedeutendsten archäologischen Stätten Europas gehört“, sagte Ministerin Kühne-Hörmann. Das Land hat dort nicht nur für rund neun Millionen Euro ein Museum mit Archäologischem Park eingerichtet, sondern auch ein Forschungszentrum, das die weitere wissenschaftliche Beschäftigung mit der Eisenzeit in einem überregionalen Rahmen ermöglicht. Kühne-Hörmann wies darauf hin, dass die nun veröffentlichen Tagungsergebnisse, die den Glauberg betreffen, längst auch in die Präsentation im Keltenmuseum eingeflossen seien. „Die Landesarchäologie zeigt auf diese Weise, dass sie ihre Wissenschaft nicht im sprichwörtlichen Elfenbeinturm betreibt, sondern natürlich auch die politischen Aspekte ihrer Arbeit berücksichtigt“, fügte Kühne-Hörmann hinzu.

Die „hessenARCHÄOLOGIE“ hatte im Oktober 2008 in Nidda-Bad Salzhausen das Kolloquium „Archäologie und Politik – 75 Jahre Ausgrabungen auf dem Glauberg und ihr zeitgeschichtlicher Kontext“ veranstaltet. Mehr als 100 Teilnehmer aus dem In- und Ausland diskutierten dabei über die Verflechtung von Archäologie und Politik während der Zeit des Nationalsozialismus. Anlass für die Tagung war der Beginn der großen wissenschaftlichen Untersuchungen auf dem Glauberg am Ostrand der Wetterau vor 75 Jahren, die seinerzeit vor dem Hintergrund der von den Nationalsozialisten gleichgeschalteten Gesellschaft und der ideologischen Einflussnahme des NS-Staates auch auf die archäologische Wissenschaft stattfanden.

Quelle: HMWK

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